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Virushepatitis:
eine durch Viren verursachte Leberentzüngung. Heilt meist von
selbst aus; Hepatitis B und C können chronisch werden.
Bei einer akuten Virushepatitis bestehen Gelbsucht, Übelkeit und
ausgeprägte Müdigkeit. Die meisten Virushepatitiden heilen
von selbst aus. Bei einer chronischen Form (wenn sie länger als
drei Monate dauert), bemerkt der Patient manchmal Müdigkeit, oft
wird sie jedoch nur durch Laboruntersuchungen erkannt. Fünf
verschiedene Viren sind für die meisten Formen verantwortlich:
- Hepatitis A.
Wir durch Schmierinfekte übertragen. Meistens ungefährlich,
aber lästig bei Erwachsenen. Wird nie chronisch. Impfung
möglich und für Reisen in den Süden empfohlen.
- Hepatitis B.
Eine vorwiegend von Mutter auf Kind oder sexuell übertragene
Krankheit. Nach einem akuten Infekt beim Erwachsenen wird sie in 5 - 10
% chronisch und ist dann gefährlich. Behandlung möglich.
Impfung möglich und dringend empfohlen
- Hepatitis C.
Infektion über kontaminiertes Blut (Transfusionen vor 1991,
Drogenabusus, Tättowierungen). Wird häufig (50 - 85 %)
chronisch. Behandlung möglich, Impfung noch nicht möglich.
- Hepatitis D oder Delta. Kommt nur zusammen mit
der Hepatitis B vor; häufig chronisch. Behandlung schwierig, aber
möglich (gehört ans Zentrum). Impfung gegen Hepatitis B
schützt auch vor Hepatitis Delta.
- Hepatitis E. Ähnlich der Hepatitis A;
kommt v.a. auf dem indischen Subkontinent, im Maghreb und
Zentralamerika vor. Sehr gefährlich für Schwangere. Wird nie
chronisch. Impfung sollte bald erhätlich sein.
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Stiftung
für
Leberkrankheiten
Institut für Klinische Pharmakologie
Universität Bern
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3010 Bern
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