Stiftung für Leberkrankheiten

Leberkrebs: Prof. J.F. Dufour
Home
About us
Leberkrankheiten
Untersuchungen
Prävention
Forschung
Krebs und Angiogenese
Medikamente und Antioxid.
Neue Behandlungen
Kupfer
Alkohol
Analytik
 
 
 
Ein neuer Tumorsuppressor und eine neue Behandlung mit einem alten Medikament versprechen besseres Verständnis und bessere Behandlung eines tödlichen Krebses.

Patienten mit fortgeschrittenem Leberleiden - v.a. wegen hepatitis B oder C - haben ein messbares Risiko, Leberzellkrebs (HCC) zu entwickeln. Die Häufigkeit des HCC nimmt zu: Die Mortalität wegen HCC hat sich in den letzten zehn Jahren praktisch verdoppelt. Unglücklicherweise kann nur eine Minderheit der Patienten geheilt werden. Um dies zu verbessern, braucht es neue Ansätze in der Forschung. Mein Labor fährt dafür auf zwei Schienen:

  • Grundlagenforschung, um die Entstehung des HCC besser zu verstehen
  • Prä- und klinische Studien, um die Behandlung zu verbessern. Dabei fokussieren wir auf der Gefässversorgung des Tumors; dieser Ansatz ist bei anderen Krebsformen sehr vielversprechend und wir haben gezeigt, dass dies auch beim HCC der Fall sein könnte .
In der Grundlagenforschung haben wir ein neues Eiwiss entdeckt. Wenn es davon in HCC's nur wenig hat, sagt es ein schlechtes Überleben des Patienten voraus. Es ist in den Mitochondrien (den Kraftwerken der Leberzelle) lokalisziert und spielt eine wichtige Rolle im Stoffwechsel eines Bausteins der DNA, Adenosin. Wenn eine Zelle nur wenig von diesem Eiweiss hat, ist sie resistenter gegenüber Stress-Signalen und hat dadurch einen Überlebensvorteil. Wir erforschen die Rolle dieses neuen Tumorsuppressors mittels neuer Technologien (Mikroarrays und Proteomik) und in Tieren, bei denen das entsprechende Gen ausgeschaltet wurde.

Um neue Behandlungsmethoden zu evaluieren, brauchen wir ein experimentelles Modeld des HCC in der Ratte; Ttumorwachstum wird mittels MR Bildgebung gemessen. Wir konnten zeigen, dass Medikamente, die schon in der Vorbeugung der Abstossung nach Lebertransplantation eingesetzt werden, Tumorwachstum hemmen und das Überleben der Tiere verbessern. Dies wird durch eine Hemmung der Gefässversorgung des Tumors erreicht; dadurch wird er erstickt (Sauerstoffverlust) und ausgehungert. Die Wirkung dieser Medikamente ist noch stärker, wenn sie mit konventioneller Chemotherapie kombiniert werden. Wir werden diesen Ansatz bald in klinischen Studien am Menschen testen und damit den vielen Patienten, die zur Zeit nicht geheilt werden können, hoffentlich eine Chance geben.


Wachstum eines HCC in der Ratte, mit Magnetresonanz gemessen
 
Stiftung für
Leberkrankheiten
Institut für Klinische Pharmakologie
Universität Bern

Murtenstrasse 35,
Postfach 49
3010 Bern
0041 (0)31 632 31 91
Info@leberstiftung.ch