Stiftung für Leberkrankheiten

Neue Behandlungen: Prof. J. Reichen
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Im Abendrot meiner Karriere habe ich noch zwei Ambitionen: Die Behandlung unserer Patienten zu verbessern und neue Impulse in der Behandlung chronischer Leberkrankheiten zu geben.

Das erste ist relativ einfach, aber auch schwierig. Einfach, weil wir dank des Rufes unseres Instituts immer wieder an wichtigen internationalen Studien mitmachen können und dadurch auch unseren Patienten früh neue Medikamente anbieten können. So waren wir unter den ersten Zentren, die unseren Patienten mit Hepatitis B oder C die neuen, pegylierten Interferone anbieten konnten (Beispiel Hepatitis B; Beispiel Hepatitis C).  Schwierig, weil es dazu drei Partner braucht: einen Arzt, der die Erfahrung hat an solchen Studien teilzunehmen; Pflegende, die willig sind, die zusätzliche Belastung auf sich zu nehmen und vor allem Patienten, die an solchen Studien mitmachen. Warum Sie das (nicht) tun sollten, finden Sie auf einer anderen Seite.  Über den vierten Partner - die Behörden - wollen wir hier nicht sprechen. Wenn Swissmedic und die kantonalen Behörden so weiter machen, gibt es im Kanton Bern und in der Schweiz in 10 Jahren für Patienten keine Möglichkeit mehr, an solchen Studien teilzunehmen (email).

Die Innovation ist erfreulicher: dank enthuasiastischen Doktoranden kann meine Gruppe nach wie vor an der Spitze mitmachen. So konnten wir kürzlich zeigen, dass ein altes Medikament (Rapamyzin aka Rapamune) die Vernarbung in der Leber dramatisch hemmt (pdf).

Mein letzter Doktorand, Dr. M. Neef konnte das einen Schritt weiterführen und hat gezeigt, dass auch bei etablierter Zirrhose bei der Ratte wesentliche Verbesserungen erwartet werden können. Wir hoffen, dies noch dieses Jahr an Patienten studieren zu können - wenn Sie interessiert sind, konsultieren Sie gelegentlich unsere Seite über klinische Versuche. Der Herr Neef hat soeben ein sehr schönes Manuskript über Glivec publiziert - mit einer sehr kritischen Analyse (pdf).
 
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