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Wir entwickeln
neue Verfahren zur Messung von Medikamenten oder Erfassung von
Leberkrankheiten. Über die Kapillarelektrophorese
Wir messen Medikamente und ihre Abbauprodukte
in Körperflüssigkeiten wie Blut oder Urin. Diese Messungen
helfen dem Arzt, Medikamente optimal einzusetzen, das heisst für
den einzelnen Patienten die richtige Dosis festzulegen. Daneben werden
solche Messungen bei Vergiftungen und zur Bestimmung der Leberfunktion
gebraucht. Sie sind auch wichtig bei der Entwicklung neuer Medikamente,
um zu verstehen, wie unser Körper Medikamente abbaut und
ausscheidet. Die Erfassung von eingenommenen Suchtstoffen, z.B.
Alkohol, ist für die Behandlung von Patienten ebenso wichtig. Wir
messen deshalb auch biologische Alkoholmarker, das heisst endogene
(z.B. Carbohydrate-Deficient Transferrin, CDT) oder exogene (z.B.
Ethylglucuronid) Substanzen die Rückschluss auf den Zeitpunkt, die
Dauer und das Ausmass des Alkoholkonsums geben können.
Wir befassen uns mit neuen chemischen Trenn- und Analysemethoden: Um
ein Medikament oder Suchtstoff nachzuweisen, müssen in der Regel
die Stoffe aufgetrennt und nachher nachgewiesen (Analyse) werden. Bei
der Elektrophorese erfolgt diese Trennung im elektrischen Feld. Unser
Forschungsgebiet ist die Kapillarelektrophorese. Diese ermöglicht
Arzneimittel oder ihre mit anderen Methoden oft nur schwer
nachweisbaren Abbauprodukte, andere exogene Stoffe und
körpereigene Substanzen in kleinsten Mengen von
Körperflüssigkeiten (Blut, Urin, Speichel, etc) oder Gewebe
zu messen. Für eine solche Analyse werden einige Nanoliter
(Milliardstel Liter) einer Probe in eine Kapillare (ein sehr
dünnes Hohlgefäss, dessen Innendurchmesser der Dicke eines
Menschenhaars entspricht) gegeben und mittels eines elektrischen Feldes
in einzelne Stoffe zerlegt. Arzneimittel und andere Stoffe werden nach
erfolgter Trennung optisch oder massenspektrometrisch identifiziert und
quantifiziert. Die neuen Methoden haben gegenüber
herkömmlichen Analyseverfahren viele Vorteile:
- es braucht weniger Probenmaterial
- die Kapillaren sind billig
- der Verbrauch an organischen
Lösungsmitteln ist klein (Umweltschutz!)
Artikel über Ribavirinmessung
Artikel
über CDT-Messung
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Stiftung
für
Leberkrankheiten
Institut für Klinische Pharmakologie
Universität Bern
Murtenstrasse 35,
Postfach 49
3010 Bern
0041 (0)31 632 31 91
Info@leberstiftung.ch |
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